Portraits von Künstlerinnen und Künstlern, die an den "Künstlergesprächen" im Künstlerhaus Ziegelhütte teilgenommen haben.
in: "Kunstnotiz » Ankündigung"
Ziegelhütte auf KulTour Zu Besuch im Atelier von Roger Rigorth / Heydenmühle Otzberg: Der Bildhauer im Gespräch mit Anja Trieschmann Dem Bildhauer Roger Rigorth, der im ländlichen Idyll der Heydenmühle sein Atelier hat, dient Zweckentfremdung als Mittel für bildnerisch imaginäre Reisen. Seine Objekte und Installationen stehen als Symbol für eine innere Haltung oder eine durch ungewohntes Kombinieren [...]
Sie ist hinter der Linse, er hinter dem Wort zu Hause. Doch beide verdichten sie Realität: Ute Döring wählt hintersinnige Fotoinstallationen, deren harmloser Ersteindruck einen kritischen Blick auf die Realität verbergen: Denn stets zeigen ihre Fotoserien die schöne Welt als eine zerbrechliche. Ihr Gatte Kurt Drawert dagegen ist vor allem seiner Lyrik und essayistischen Schriften [...]
„Ich schäme mich nicht dafür, Schönes malen und Ästhetik, Positives, ja, Glück in meinen Bildern transportieren zu wollen“, bekennt sich Julia Philipps zum Anspruch, mit ihrer Kunst Lebensfreude mehren zu wollen. Emotionale Präsenz hat sie, Mutter dreier Kleinkinder, zu Hause genug - in ihrer Malerei sucht die Farbentaucherin den Ausgleich, und das im wahrsten Wortsinn. [...]
Mit dem Künstlerhaus Ziegelhütte auf Kul-tour: Atelierbesuch bei der Malerin Annette Bischoff Das Flüchtige hat sie von ihrem Atelierfenster aus immer im Blick: Züge, die kommen und gehen, Gleise, das Fernweh, das Reisen verspricht. Ein Arbeitsplatz ohne Ecken, dafür mehrere Stockwerke hoch und mit Blick in den Himmel: Für Annette Bischoff ist ihr Atelier im [...]
Die tschetschenische Journalistin und Autorin floh vor 5 Jahren aus ihrem Land, weil ihr Leben und das ihrer Tochter aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung über die dort verübten Kriegsgreuel und die russische Besatzung bedroht worden war. Sie lebt als Exilstipendiatin in Darmstadt und verarbeitet ihre Erlebnisse in literarischen Reportagen. Ort: Wagenplatz Klabauta - Weidenweg 1 - [...]
So nah, dass die Realität vor den Augen verschwimmt und poetische Qualität annimmt - so weit, dass man sich hinaus wünscht aus den AlltagsEngen: Zwei Fotoserien loten die Palette des Freiheitsbegriffes und der Sehgewohnheiten aus: “nahblick” heißt die Bildstrecke von Kaya (kayafoto [ät] fettabernett [punkt] de), die das ABC der Betrachtung in den Fokus rückt. [...]
In der Nacht vom 30. auf den 31.03.09 werden an dem Server, auf dem unsere Webseiten liegen, Wartungsarbeiten vorgenommen, wie uns unser Provider mitteilte. Daher sind unsere Inhalte am 31.03. zwischen 0:00 und 2:00 Uhr eventuell nicht erreichbar. Wir bitten um Verständnis.
„Conditions“ - ausdrucksstärker Leben Als Andrés Marroquín Winkelmann (*1983 Lima/Perú) nach Berlin kam, suchte er eine Bleibe. Gefunden hat er mehr als das: eine soziale Gemeinschaft, in der das tägliche Leben körperlicher Ausdruck gelebter Visionen war. Der Projektraum HOLDEN zeigt Bilder des in Berlin lebenden Fotografen, die, zeitgleich mit den Darmstädter Tagen der Fotografie, romantische, ehrliche [...]
Große Formate, Motive zwischen Traum, Symbol und Realfragment: Der Maler Hans Sieverding schnurrt seine Weltsicht auf eine hochkonzentrierte, schwer zu enträtselnde Bildsprache zusammen, die irgendwo zwischen Figur und Abstraktion in der Schwebe hängt. Seit 15 Jahren lebt er im Schloss Fürstenau bei Michelstadt - einem Idyll, dem er zeitweise entflieht, um, wie er sagt, den [...]
Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter. Die Architektur, das Gewebe aus Straßen und Gebäudefluchten, spricht eine unverwechselbare Sprache. Die rhythmisch wiederkehrenden Strukturen, die dem Stadtbild im Geflecht von Linien und Flächen eine Ordnung verleihen, die sind es, nach denen Verena Guther mit ihrer Kamera forscht. Das je typische Strickmuster einer Stadt auf den Punkt zu [...]
Kunst kommt längst nicht allein von Können. Sie auf ihre technische Eloquenz beschränken zu wollen, hieße, ihr einige wesentliche Komponenten zu entziehen. Eine der Kunst-Essenzen ist die hinter ihr stehende Persönlichkeit, die Person der Künstlerin und des Künstlers selbst, die ein Werk zu einem unvergleichlichen und spezifischen Ausdrucksgebaren werden lässt. Ein Kunstwerk, wenden viele ein, muss sich aus sich selbst erklären können – sein Schöpfer muss nicht darüber befragt werden oder es, schlimmer noch, erläutern wollen. Aber, halte ich dagegen, ist es denn sträflich, die Kreation nach seinen Hintergründen, nach den Zielen, Gedankengängen und Gestimmtheiten des/der dahinter verborgenen Kreativen zu befragen? Nicht, um das eigene Sehen zu vermeiden, sondern um es zu vervollkommnen, durch zusätzliches Wissen und Spüren anzureichern, dazu treten die Künstler-Gespräche im Künstlerhaus Ziegelhütte an. In einer Bildergalerie geben wir die bisherigen Dialoge hier wieder – als Erinnerung an Gewesenes oder als Vorgeschmack für zukünftige Gespräche.
Anja Trieschmann


Ein Grenzgänger in Sachen Kunst, ein Umdeuter, der alltägliche oder abgelebte Dinge in andere Zustände, irritierende, verwandelt. In seinen Videos belebt er Lebloses vom (Sperr-)Müll, in seinen Kompositionen adelt er das Geräuschrauschen des Alltags zum Klangerleben. Beim Hören entstehen Bilder im Kopf. Zeichnung passiert, wenn Kabel im Raum liegen, und klangspuckender Elektroschrott wird zum Objekt in raumgreifenden Installationen. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] Neugierde ist die Triebfeder für Ideen, die überfallsartig kommen und nicht immer dann, wenn Zeit dafür ist. Kunst brauche, sagt Nico Heyduck, Veränderung. Statisches bewegt nicht. Jedwedem Auslöser inspiratorische Kräfte zutrauen und im Experiment, in der Improvisation lebendige, energetische Organismen aus Klang, Bild, Form erzeugen. Dann lebt etwas.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


Seelische Vorgänge überträgt er in sinnliche Wahrnehmung: Nicht nur der Pinsel hinterlässt Spuren auf der Leinwand, Asphaltlack und Spachtelmasse reliefieren die Malerei regelrecht in den Raum hinein. Pendelbewegung auf der Schwelle von Gegenstand und Abstraktion, Seelenlandschaft modelliert durch Farbstimmung. Die schwankt und wird ausgelotet und in Tiefen gestoßen, samtig, ledrig, pulsierend. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] Die Bilder sprechen von Impulsivität, von emotionaler Dichte. Sie leben von der Geste, oft springt Grafisches drüber hinweg oder ballt sich, knäuelt sich, löst sich auf. Selten lässt sich genau sagen, was es ist: Aus irgendwelchen Abgründen Aufgetauchtes, mit bedrohlicher, auch mal tänzerischer Wirkung. Unbegreifbares gebärdet sich. Wild und ungezähmt. Zähmung ist eher in den Glasfenstern, für die er beauftragt wird. Und die weicher, zarter mit Farbe tändeln, Farbe zum Klingen bringen.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


Kritzelspiele sind Spurensicherungen. Und der Beginn einer Inspiration. Und das Erinnern an eine Versehrtheit, das auch. Die Spuren führen von der Natur zur Malerei zur Fotografie und immer wieder zurück. Sehen ist, sich vom Eingefahrenen lösen. Ist Entdecken, Würdigen, Achtgeben. Das Außen nach Innen nehmen und umgekehrt - die Einheit zelebrieren im Verwandeln und Aneignen dessen, was längst da ist: Strukturen, Farben, Fantasie. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] In den Schichtungen (der Malerei) die Geschichten aufspüren. Im Ausschnitt, in der Spiegelung, in der Vergrößerung, der Montage (der Fotografie) nach den grundlegenden Gemeinsamkeiten suchen, das Flüchtige erinnern, das Wunder entdeckbar machen. Zum Beispiel in den "Blicken der Bäume", dem gedoubelten Zwinkern der Verwundung, der neuesten Arbeit von Brigitte Satori-Constantinescu: Der Baum wird darin zum Gegenüber, der Augen-Blick zu einer Konfrontation mit sich selbst.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


Eine Malerei, die in ihrer Kargheit, ihrer Verweigerung von Inhalten irritiert. Die einen mit einem auf die Spitze getriebenen Weniger konfrontiert. Mit dem eigenen Lechzen nach Action, das nicht bedient wird. Stattdessen Milchfarben. Pastellwolken. Farbräumlichkeiten. Schwebendes gleitendes Nichts, mitunter gegen ein verschwommenes Etwas gesetzt. Oder schrille Farbkombinationen, subtile Schmerzpunkte. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] Kopf und Bauch verschmelzen: Analytisches Experimentieren liegt unter den Lasuren Farbe, präzises Austarieren von Klangfarben im Horizont strenger Reduktion. Die wird als Befreiung erlebt. Als kontemplative Konzentration. Zugleich aber: zweckungebundenes emotionales Ausbaumeln, in einen Dialog treten. Der Mangel an Angebot wirkt wie ein Spiegel: Das Zurückgeworfensein auf sich selbst ist die Chance zu wahrhaftiger Auseinandersetzung und zu Erkenntnis.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


Pixel, Punkte, gerafft und gestreut auf Meter mal Meter, wachsen sich aus zu Strukturen, die auf der Netzhaut flimmern. Kein Gestus ist darin, keine Handschrift, keine persönliche Stimmungslage. Hinschauen, auf innere Bilderreisen gehen, den Alltag wegschwemmen, das will Frank Schylla beim Malen. Sich mit sich konfrontieren. Ohne Ablenkung durch Gegenstand und Aktion. Anhalten. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] Pixel ohne Sinn und Zweck gleiten lautlos hinaus aus einer auf Funktionalität getrimmten Gesellschaft, verselbständigen sich als Kommunikationsmittel, werden Ding, Materie, erleb- und erfahrbar. Erfahrung: Wichtig! Geht verloren im digitalen Zeitalter. Ein Bild ist ein Bild und zum Anfassen. Dabei das Spiel – darin schlummern Entdeckungen. Die Neugierde – die gebiert Neues in Abwandlung des Bestehenden. Der Mensch braucht Freiräume.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


Klang wird Farbe und Farbe reagiert auf Klang: Stimmungen der Musik wachsen auf die Leinwand hinüber. Prozesse meditativer Abgeschiedenheit, aus denen die Inhalte getilgt, der Zweck verbannt ist. Dafür Freiräume, in denen Ideen sprießen und Farbfenster sich öffnen dürfen: Tee - Genussmittel und Malmittel, seit Neuestem. Strukturgewitter auf kleinem Format, Teeregen, Teeschnee, in Farbe getunkt und darin erhaben, wie Pixel. [..]
Bild/Foto von: Ali Trieschmann


[..] Farbguss über Strukturen aus Asche, aus Farbgittern, Improvisation in Vertikalen, Horizontalen gelenkt und an langer Leine gelassen. Bilder entstehen aus ästhetischen Entscheidungen, sie hüten sich vor Botschaften, sie spielen mit Piktogrammen wie mit Bauklötzen. Versatzstücke einer Sprache, die ohne Worte von synästhetischer Sensibilität spricht.
Bild/Foto von: Ali Trieschmann
© 2007 - 2009 by A. & A. Trieschmann - webmaster [at] kunstnotiz.de - impressum - $Date: 2009-01-20 15:51:40 +0100 (Di, 20 Jan 2009) $ - $Revision: 327 $
